Wer 2026 eine neue Website braucht, steht vor drei Haupt-Optionen: Baukasten wie Wix oder Jimdo, selbstständige Freelancer oder klassische Webagentur. Jede Option hat ihre Fans und ihre Gegner — die einen schwören auf die Einfachheit von Wix, die anderen halten nur Agenturen für seriös. Beides greift zu kurz.
Dieser Artikel vergleicht die drei Wege nüchtern nach zehn Kriterien, zeigt die typischen Fallen jeder Variante und ergänzt eine vierte Option, die in Vergleichen oft fehlt.
Die zehn Dimensionen des Vergleichs
| Kriterium | Wix/Jimdo | Freelancer | Webagentur |
|---|---|---|---|
| Einstiegskosten | 0–15 €/Monat | 1.500–5.000 € | 5.000–25.000 € |
| Laufende Kosten | 15–40 €/Monat | Hosting 10–30 € | 50–500 €/Monat |
| Individualität | Niedrig | Hoch | Sehr hoch |
| Tech-Qualität | Gut genug | Varianz hoch | Gut bis sehr gut |
| SEO-Kontrolle | Eingeschränkt | Individuell | Sehr gut |
| DSGVO | Template-abhängig | Individuell | Meist professionell |
| Ansprechpartner | Chat-Support | Eine Person | Projektleitung + Team |
| Zeitaufwand Ihrerseits | Hoch (selbst bauen) | Mittel (Briefings) | Niedrig (klare Rollen) |
| Geschwindigkeit | Tage | Wochen | Monate |
| Erweiterbarkeit | Plattform-Limits | Abhängig von Stack | Sehr gut |
Wix, Jimdo und Co. — wann Baukasten ausreicht
Baukästen sind die perfekte Lösung für Projekte mit drei Merkmalen: kleines Budget, niedriger Anspruch und kurze Time-to-Live. Eine Vereinsseite, eine Hobby-Präsenz oder ein Pop-up-Restaurant mit saisonalem Charakter — dafür ist Wix solide.
Stärken
- Extrem niedriger Einstieg, oft kostenlos startbar
- Keine technischen Vorkenntnisse nötig
- Hosting, SSL, Backup automatisch enthalten
- In wenigen Tagen online
Schwächen
- Alle Wix-Websites sehen verwandt aus — Branding leidet
- Ladezeiten oft suboptimal (SEO-Nachteil)
- Plattform-Lock-in: Export praktisch unmöglich
- Echter Individualcode fast nicht integrierbar
- DSGVO je nach Template und Einstellungen heikel
Freelancer — Individuell, flexibel, aber unterschiedlich
Freelancer sind in der DACH-Region die vielleicht heterogenste Gruppe: von Top-Profis mit 20 Jahren Agenturerfahrung bis zu Studierenden im Nebenjob ist alles dabei. Preise variieren dementsprechend stark (1.500–8.000 € für eine Business-Website).
Wann Freelancer gut funktionieren
- Wenn Sie bereits jemanden im Netzwerk haben, den Sie kennen
- Wenn Sie selbst aktiv im Briefing und Feedback sein können
- Wenn das Projekt klar abgegrenzt ist und keine Agentur-Struktur braucht
- Wenn Sie nach Launch selbst pflegen können oder wollen
Typische Fallen
- Stundensatz-Kalkulation eskaliert, wenn Briefing unklar bleibt
- Vertretung im Krankheitsfall nicht geregelt
- Laufende Wartung nach Projekt-Ende oft nicht eingeplant
- Qualitätsprüfung schwer — ohne Agentur-QA-Prozess
Webagentur — Premium mit Overhead
Agenturen starten bei 5.000 € für eine schlanke Website und können bei komplexen Projekten mit Kampagnen, Tracking und laufender Optimierung auf 30.000 € und mehr kommen. Dafür bekommen Sie Projektmanagement, Konzept, Design, Entwicklung und oft Wartung als Paket.
Für wen Agenturen sinnvoll sind
- Mittelständler mit Marketing-Abteilung und klaren Entscheidungsstrukturen
- Unternehmen mit laufender Kampagnen-Arbeit parallel zum Website-Betrieb
- Projekte mit mehreren Stakeholdern (Geschäftsführung, Marketing, Vertrieb)
- Wer klare Prozesse und Verträge einer einzelnen Person vorzieht
Typische Fallstricke
- Agentur-Overhead: Projektleiter, Account-Manager, Entwickler, Designer — alles abgerechnet
- Change-Requests oft teuer, weil Rollen involviert sind
- Geschwindigkeit vs. Freelancer oft langsamer (2–6 Monate statt 2–6 Wochen)
- Gefahr der Überinvestition bei kleineren Projekten
Die vierte Option: direkt beim Entwickler, zum Fixpreis
In klassischen Vergleichen fehlt meist eine Kategorie: der direkte Kauf beim Entwickler mit transparenten Fixpreis-Paketen. Keine Agentur-Hierarchie, kein Freelancer-Risiko — stattdessen klare Preise, individuelles Design und echte Tech-Qualität (TypeScript, Next.js statt WordPress-Plugins).
- Preis wie Freelancer (490–5.000 €), Qualität wie Agentur
- Ein Ansprechpartner, direkt, ohne Ticket-System
- Fixpreis statt Stundensatz — keine Eskalation
- DSGVO und EU-Hosting meist ab Werk Standard
- Erweiterbar zur Web-App, wenn das Projekt wächst
Nächster Schritt
Der direkte Weg zum Entwickler
Appgenau bietet Website-Pakete ab 490 € zum Fixpreis — Landing Page, Business-Website, Portfolio oder Restaurant-Website. Immer individuell, immer ohne Baukasten-Ballast.
Website-Pakete ansehenEntscheidungs-Matrix: Welcher Weg passt?
- Hobby, Verein oder Testballon, Budget unter 500 € → Wix/Jimdo
- Solo-Selbstständig, professioneller Anspruch, Budget 1.000–3.000 € → Entwickler-direkt
- KMU mit 5–20 Mitarbeitern, Budget 2.000–8.000 € → Entwickler-direkt oder guter Freelancer
- Mittelständler mit Marketing-Team, Budget ab 10.000 € → Agentur
- Startup mit Finanzierung, Budget ab 30.000 € und komplexe Anforderungen → Agentur oder spezialisierter Partner
Checkliste vor der Beauftragung
- Schriftliches Angebot mit klaren Leistungsumfang, nicht nur E-Mail-Skizze
- Fixpreis oder transparenter Stundensatz-Deckel
- Hosting und Domain: wer verwaltet, wo gehostet, wem gehört?
- Support und Wartung nach Launch klar geregelt
- DSGVO-Ansatz: Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Hosting-Standort
- Übergabe-Dokumentation und Zugang zu allem (Repository, Admin, DNS)
- Referenzen, die live und heute noch betreut werden
- Change-Request-Prozess: was kostet eine nachträgliche Änderung?
Fazit
Es gibt keine beste Option — aber die falsche Option kostet deutlich mehr als die richtige. Wer zu viel Budget in einen Wix-Einstieg steckt und später umziehen muss, zahlt doppelt. Wer zu klein ist für eine Agentur und trotzdem dort landet, zahlt Overhead ohne Mehrwert. Wer einen unerfahrenen Freelancer wählt, riskiert Qualitäts-Probleme.
Der bewährte Weg für Selbstständige und kleine KMU: direkt beim Entwickler, zum Fixpreis, mit klaren Paketen. Individuelles Design, professionelle Tech-Basis, EU-Hosting — ohne Agentur-Overhead und ohne Baukasten-Limits.
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