Büro-Szene mit Notizbuch, Stift und Laptop — Website-Kosten kalkulieren
Kosten 19. April 2026 9 Min Lesezeit

Was kostet eine Website 2026? Echte Preise, ehrlich erklärt

Wix ab 15 €/Monat, Freelancer ab 1.500 €, Agentur ab 5.000 € — wo liegen die realistischen Preise, was ist drin und welche Kosten werden gern verschwiegen?

PS

Patrick Strasser

Entwickler & Gründer Appgenau

Fragt man zehn Anbieter, was eine Website kostet, bekommt man zehn verschiedene Antworten — und drei davon sind irreführend. Die ehrliche Wahrheit: Website-Preise variieren 2026 zwischen 150 € und 50.000 € pro Jahr. Wo Sie landen, hängt davon ab, wer sie baut und was drin ist.

Dieser Artikel zeigt die vier gängigen Preis-Kategorien mit konkreten Zahlen, erklärt die Leistungen dahinter und deckt die versteckten Kosten auf, die in Angeboten gerne weggelassen werden.

Die vier Preis-Kategorien im Überblick

VarianteEinmaligLaufendTypische Gesamt-Kosten 3 Jahre
Baukasten (Wix, Jimdo)0 €15–40 €/Monat540–1.440 €
WordPress selbst0 €10–30 €/Monat + Zeit360–1.080 € + Ihre Arbeitszeit
Freelancer1.500–5.000 €Hosting 10–30 €1.860–6.080 €
Entwickler-direkt (Fixpreis)490–5.000 €0–490 €/Jahr490–6.470 €
Klassische Agentur5.000–25.000 €50–500 €/Monat6.800–43.000 €

Wix, Jimdo & Co. — wofür es reicht

Baukästen sind günstig im Einstieg und technisch in der Lage, eine funktionierende Website auszuliefern. Für einen Hobby-Fotografen, ein Vereinsportal oder eine digitale Visitenkarte mit 3–5 Unterseiten reicht das oft aus.

Was Sie bekommen

  • Fertige Templates, per Drag & Drop anpassbar
  • Hosting, SSL, Backup in den monatlichen Kosten enthalten
  • Kontaktformulare, einfache Galerien, Blog
  • Mobile-Ansicht automatisch generiert

Was Sie nicht bekommen

  • Wirklich individuelles Design — alle Wix-Websites sehen verwandt aus
  • Echte SEO-Kontrolle (URL-Struktur, Schema, Performance)
  • Eigener Server — Sie sind an die Plattform gekettet
  • Einfache Portierung — ein Umzug bedeutet praktisch Neubau

Wer in drei Jahren die Website weiterentwickeln möchte, steht beim Baukasten oft vor einem Umzug — und die ursprünglichen Kosten waren dann nur der Anfang.

Freelancer — Chancen und Risiken

Freelancer sind der klassische Mittelweg: günstiger als eine Agentur, individueller als ein Baukasten. Die Preisspanne liegt bei 1.500–5.000 € für eine Business-Website mit 5–10 Seiten, abhängig von Erfahrung und Schwerpunkt.

Chancen

  • Direkter Kontakt, kein Agentur-Overhead
  • Individuelles Design ohne Template-Gefühl
  • Oft faire Preise durch schlanke Strukturen

Risiken

  • Qualitäts-Varianz hoch: von Vollprofi bis Neueinsteiger alles dabei
  • Vertretung im Krankheitsfall oft nicht geregelt
  • Laufende Wartung nach Projekt-Ende nicht immer klar
  • Kalkulation oft nach Stunden — Projekt kann teurer werden als geplant

Klassische Agentur — wann es sich lohnt

Agenturen starten meist bei 5.000 € und können bei grösseren Projekten problemlos 25.000–50.000 € erreichen. Dafür bekommen Sie Projektmanagement, Konzept, Design, Entwicklung, SEO-Basis und meist 6–12 Monate Wartung im Paket.

Sinnvoll ist eine Agentur, wenn Sie ein grösseres Unternehmen mit Marketing-Abteilung sind, Kampagnen-Arbeit parallel benötigen und genug Budget haben, um den Agentur-Overhead mitzutragen. Für Solo-Selbstständige und kleine KMU sind Agenturen meist überdimensioniert und führen zu Überinvestition.

Entwickler-direkt — der Mittelweg, der oft übersehen wird

Eine Kategorie, die in den meisten Vergleichen fehlt: der direkte Kauf bei einem Entwickler zum Fixpreis. Keine Agentur-Hierarchie, kein Account-Manager, aber trotzdem individuelles Design und echte Tech-Qualität. Preislich zwischen Freelancer und Agentur, oft mit transparenten Paketen statt Stundensatz-Kalkulation.

  • Fixpreis: keine bösen Überraschungen
  • Individuelles Design, kein Template
  • Technisch auf Agentur-Niveau (Next.js, TypeScript statt WordPress-Flickwerk)
  • Ein Ansprechpartner, direkt und ohne Ticket-System
  • EU-Hosting und DSGVO-Grundlagen meist ab Werk enthalten

Versteckte Kosten — wo Angebote gerne schweigen

Ein Angebot von 2.500 € wird gern mit 500 € Folgekosten pro Jahr schön gerechnet — in der Realität kommen schnell weitere Posten dazu. Diese sechs lohnt sich vor Beauftragung abzufragen:

  1. Hosting nach Jahr 1 — bei vielen Freelancern nicht inkludiert
  2. SSL-Zertifikat — heute Standard, bei mancher Hosting-Option extra
  3. Security-Updates für WordPress, Plugins, Themes (nötig, sonst Abmahnrisiko)
  4. Cookie-Banner-Dienst (Usercentrics, Cookiebot — ab 10 €/Monat)
  5. DSGVO-Anpassungen bei Rechtsprechungs-Änderungen
  6. Content-Änderungen und kleinere Anpassungen (Stundensatz 80–150 €)

So kalkulieren Sie Ihr Website-Projekt

Eine ehrliche Projekt-Kalkulation hat vier Punkte. Gehen Sie durch diese, bevor Sie ein Angebot einholen — dann bekommen Sie vergleichbare Zahlen statt Bauchgefühl:

  1. Ziele definieren: Lead-Generierung, Online-Buchung, Shop, reiner Informations-Auftritt?
  2. Umfang schätzen: Wie viele Unterseiten? Blog? Shop? Terminbuchung?
  3. Technische Anforderungen: Mehrsprachig? CRM-Anbindung? Portal? DSGVO-Schwerpunkt?
  4. Budget-Rahmen für 3 Jahre: nicht nur Einmalkosten, sondern auch Hosting und Pflege

Mit diesen vier Punkten können Sie Angebote fair vergleichen — und merken schnell, wenn jemand Äpfel mit Birnen vergleicht.

Fazit

Für Solo-Selbstständige und kleine KMU im DACH-Raum liegt der Sweet Spot 2026 zwischen 990 und 3.500 € einmalig. Baukasten ist nur bei minimalem Anspruch sinnvoll, klassische Agentur meist überdimensioniert. Der direkte Weg zum Entwickler mit Fixpreis ist die unterschätzte Option — hohe Qualität, transparente Kosten, ein Ansprechpartner.

Nächster Schritt

Website zum Fixpreis, ab 490 €

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